Muster-NL Ev. Akademie

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ev. Akademie Abt Jerusalem,

seien Sie herzlich gegrüßt zum neuen Jahr. In Kürze erscheint das neue Akademieprogramm. Auch 2024 sind Sie eingeladen, gemeinsam über relevante Fragen unserer Zeit nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Im Januar starten wir im Kino.

  • Film & Gespräch zu Wim Wenders Film Perfect Days am 15.01.2024 um 18.45 Uhr im Universum Filmtheater Braunschweig

Hirayama ist Toilettenreiniger in Tokyo. Er ist Mitte sechzig, lebt allein und betreibt nicht nur seine berufliche Tätigkeit mit ganzer Hingabe. Er fotografiert mit Vorliebe Bäume, mit einer analogen Kamera, hört Audiokassetten mit amerikanischen Songs (wie Lou Reeds „A perfect day“, der den Filmtitel inspiriert hat) und liest Bücher, die er antiquarisch erworben hat. Ganz zurückgenommen scheint dieses Leben, in dem sich die Tage mit leichten Variationen wiederholen, und doch erfüllt in jedem Moment. Einige überraschende Begegnungen verweisen darauf, dass hinter der Harmonie dieses Daseins eine andere Vergangenheit steht. In Cannes erhielt Wim Wenders für seinen Film in diesem Jahr den Preis der ökumenischen Jury, Koji Yakusho in der Rolle des Hirayama den Preis für den besten Darsteller.

Anmeldung unter: Sekretariat.thz@lk-bs.de. Die Eintrittskarte wird an der Kinokasse bezahlt.

Im Anschluss gibt es ein Filmgespräch mit Karsten Visarius, Publizist und Filmkritiker, Executive Director von INTERFILM.

  • Am Mittwoch, den 31. Januar um 19.00 Uhr findet der Nachholtermin statt von „The Great Resignation is a Sign of Hope“. Evangelisches Berufsethos zwischen Kündigungstrend und Rücktrittsverweigerung.

    Ausgerechnet während der wirtschaftlich krisenhaften Pandemiezeit wurden weltweit erstaunlich hohe Kündigungszahlen verzeichnet. Manche sprechen gar von einem noch immer anhaltenden Trend. Verbirgt sich hinter Modebegriffen wie „The Great Resignation“ oder „The Big Quit“ ein kulturelles Phänomen, in dem sich ein tiefer gehender Wandel abspielt? Werner Busch dehnt den Blickwinkel auf prominente Rücktritte und Amtsniederlegungen (Margot Käßmann, Benedikt XVI.) aus. Verschiedene Phänomene werfen Fragen zum immer noch etablierten christlichen Berufsethos auf. Einerseits würdigt evangelische Ethik die weltliche Arbeit als „Gottesdienst“ (Luther). Jedoch ist als dessen Rückseite eine tief verinnerlichte selbstausbeuterische Pflichtenethik (Max Weber) diagnostiziert worden. Immer mehr Menschen insbesondere jüngeren Alters scheinen sich dem zu entziehen. Es gibt genügend Anlässe und Gründe, neu darüber nachzudenken. Referent: Pfr. Werner Busch, St. Katharinen Braunschweig.

Ich freue mich auf gute Gespräche und Begegnungen mit Ihnen
Ihre
Kerstin Vogt, Akademiedirektorin